Der Bau der neuen Orgel für die Johanniskirche in Wiblingwerde ist ein besonderes Projekt, das Zeit, Präzision und großes handwerkliches Können erfordert. Derzeit kann Orgelbauer Herr Wiggering die Arbeiten leider nicht weiterführen, da ihn eine Verletzung zu einer Pause zwingt. Diese Verzögerung ist für alle Beteiligten bedauerlich, gehört aber auch zu einem so anspruchsvollen handwerklichen Prozess dazu.

Um sich ein genaueres Bild vom aktuellen Stand zu machen, besuchte eine kleine Delegation unserer Gemeinde Herrn Wiggering in seiner Orgelwerkstatt in Köln. Dort nahm er sich viel Zeit, um die bereits gefertigten Bauteile zu zeigen und die nächsten geplanten Arbeitsschritte zu erläutern. Der Besuch machte eindrucksvoll deutlich, wie komplex und fein abgestimmt der Bau einer Orgel ist.

Insgesamt besteht die neue Orgel aus rund 15.000 einzelnen Bauteilen, die millimetergenau aufeinander abgestimmt werden müssen, damit Klang, Technik und Spielbarkeit am Ende harmonieren. Allein 646 Orgelpfeifen sorgen später für die klangliche Vielfalt und Tiefe des Instruments. Jedes einzelne Teil trägt dazu bei, dass die Orgel nicht nur ein Instrument, sondern ein lebendiger Klangkörper wird.

Die neue Orgel wird etwa 3 Meter hoch und tief sowie 2,3 Meter breit sein und den Raum der Johanniskirche künftig prägen – sowohl optisch als auch musikalisch. Viele Teile sind bereits fertiggestellt, insbesondere im Inneren der Orgel. Was noch fehlt, sind das Gehäuse sowie der finale Zusammenbau aller Komponenten.

Herr Wiggering bittet die Gemeinde daher um Geduld. Wir nehmen diese Bitte gerne auf und danken für das Verständnis. Schon jetzt ist spürbar, mit wie viel Sorgfalt und Liebe zum Detail dieses Instrument entsteht. Umso größer ist die Vorfreude auf den Tag, an dem die neue Orgel erstmals erklingen und die Gottesdienste sowie das musikalische Leben in Wiblingwerde bereichern wird.