In einer Gemeindeversammlung hat die Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde Mark
ihre Mitglieder über den aktuellen Stand des Entscheidungsprozesses zur zukünftigen
Nutzung ihrer Gebäude informiert. Hintergrund sind sowohl die finanziellen
Rahmenbedingungen der Gemeinde als auch strukturelle Veränderungen innerhalb des
Kirchenkreises.


Die Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde Mark entstand im Jahr 2023 durch die
Fusion der Evangelischen Kirchengemeinde Altena, der Evangelischen Kirchengemeinde
Nachrodt-Obstfeld und der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Wiblingwerde. von
drei Kirchengemeinden. Ziel dieses Zusammenschlusses war insbesondere eine
gemeinsame und nachhaltige Personalentwicklung. Zum Zeitpunkt der Fusion wurden der
neuen Gemeinde drei Personalstellen sowie der Erhalt aller bisherigen Standorte mit ihren
Gebäuden zugesichert.


Bereits mit dem ersten Haushaltsplan Ende 2023 zeigte sich jedoch ein erhebliches
strukturelles Defizit. Trotz verschiedener Sparmaßnahmen – insbesondere im
Personalbereich – blieben auch die folgenden Haushaltspläne defizitär. Ein wesentlicher
Kostenfaktor sind weiterhin die Gebäude. So flossen im Jahr 2025 mehr als 100 Prozent
der kirchlichen Zuweisungen in deren Unterhaltung und Betrieb.
Im Juni 2025 hatte das Presbyterium in einer Informationsveranstaltung deutlich gemacht,
dass Veränderungen im Gebäudebestand unvermeidbar sein werden. Parallel dazu
wurden neue Personalkennzahlen der Landeskirche vorgegeben. Diese führten dazu,
dass der ursprünglich zugesagte Personalschlüssel von drei Stellen künftig nicht mehr
aufrecht erhalten werden kann. Perspektivisch stehen der Gemeinde maximal zwei
Personalstellen zur Verfügung.


In den vergangenen Monaten hat sich der Bau- und Finanzausschuss intensiv mit der
Situation beschäftigt. Grundlage der Beratungen waren unter anderem
betriebswirtschaftliche Analysen, Ergebnisse einer Gemeindeanalyse, aktuelle
Gemeindegliederzahlen sowie der Gebäudezustand. Auch der synodale
Transformationsprozess des Kirchenkreises – „Transformation 2035“ – bildete einen
wichtigen Rahmen für die Überlegungen. Siehe hierzu auch hier:


Auf dieser Grundlage hat sich das Presbyterium zu mehreren Klausurtagen getroffen, um
Kriterien für die zukünftige Gebäudestruktur zu entwickeln. Dabei spielten Aspekte wie
eine zentrale Lage, gute Erreichbarkeit, ein geeigneter Gottesdienstraum, multifunktionale
Gemeinderäume sowie Möglichkeiten der Identifikation mit der Gemeinde eine wichtige
Rolle.

Nach intensiven Beratungen und Abwägungen hat das Presbyterium beschlossen, künftig
einen zentralen Standort für Kirche, Gemeindearbeit und Verwaltung zu entwickeln. Als
sogenannte „Zukunftsgebäude“ sollen die Lutherkirche und das Lutherhaus in Altena
erhalten bleiben und als Mittelpunkt des evangelischen Gemeindelebens in der Region
weiterentwickelt werden.
Andere Gebäude wurden als „Abschiedsgebäude“ eingestuft. Mit diesem Beschluss ist
zunächst eine grundsätzliche Richtungsentscheidung getroffen worden. Die konkrete
Planung der zukünftigen Nutzungsmöglichkeiten steht noch aus und soll in den
kommenden Monaten gemeinsam mit vielen Beteiligten entwickelt werden.
Dafür werden nun vier parallele Beratungsprozesse angestoßen: Für die drei großen
Abschiedsgebäude-Komplexe Wiblingwerde, Nachrodt und Mühlendorf beginnen jeweils
eigene Beratungen über mögliche (Trägerschafts-) Perspektiven und zukünftige
Nutzungen. Parallel dazu startet eine Zukunftswerkstatt für die Zukunftsgebäude. Sie soll
Ideen und Konzepte dafür entwickeln, wie Lutherkirche und Lutherhaus künftig als
zentraler Ausgangspunkt evangelisch-kirchlichen Lebens in der Region wirken können –
mit einer Ausstrahlung über Altena und die Region hinaus.
Bis Februar 2028 – kurz vor den nächsten Presbyteriumswahlen – bleiben alle Gebäude in
gemeindlicher Nutzung – außer eine perspektivische Nutzung/Lösung kann vorher erzielt
werden. Die kommenden zwei Jahre sollen genutzt werden, um tragfähige Konzepte zu
entwickeln und gleichzeitig die inhaltliche Ausrichtung der Gemeindearbeit
weiterzudenken.
Die Gemeinde lädt ihre Mitglieder ausdrücklich ein, sich aktiv in diesen Prozess
einzubringen – mit Ideen, Engagement und Fachwissen. Ziel ist es, gemeinsam tragfähige
Perspektiven für die Zukunft des kirchlichen Lebens vor Ort zu finden. Im Rahmen der
Zukunftswerkstatt ist eine gesamtgemeindliche praktische und inhaltliche Ausrichtung über
den Standort der Zukunftsgebäude hinaus zu entwickeln.
Zum Auftakt der Beratungen werden folgende Termine bekanntgegeben:

  • 15.04. 19:00 Uhr: Gemeindehaus Nachrodt
  • 21.04. 19:00 Uhr: Gemeindehaus Wiblingwerde
  • 28.04. 19:00 Uhr: Gemeindehaus Mühlendorf
  • 05.09. 10:00 Uhr: Zukunftswerkstatt im Lutherhaus

Interessierte und Gemeindeglieder können sich über diesen Link/ QR-Code für eine Beteiligung registrieren:
https://forms.office.com/e/iAf7e0aDxt .